Tom Kenyon
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Übergangsstadien des Bewusstseins

Eine Botschaft der Hathoren vom 20. April 2011

gechannelt von Tom Kenyon

DEFINITIONEN

Chaotische Knoten sind Häufungen chaotischer Ereignisse. Laut den Hathoren ist die Erde in einen Chaotischen Knoten eingetreten, was zur Folge hat, dass mit einer starken Zunahme chaotischer Zustände in der Welt zu rechnen ist – dazu zählen unter anderem Erdbeben, vulkanische Aktivität, extreme Wetterereignisse, ökologische Gefahren sowie ökonomische, soziale und politische Unruhen.

Übergangsstadien des Bewusstseins nennen die Hathoren Zwischenphasen, wenn wir uns vorübergehend in der Schwebe befinden zwischen einer alten Realität, die vergangen ist, und einer neuen Realität, die sich noch nicht voll herausgebildet hat.

Wahrnehmungsfixpunkte sind eine Bezeichnung, die von den Hathoren benutzt wird, um zu beschreiben, wie wir unter Einsatz unserer fünf Sinne unsere Welt deuten und uns in ihr bewegen.

DIE BOTSCHAFT

Es liegt in der Natur Chaotischer Knoten, Übergangsstadien des Bewusstseins hervorzubringen. Solche Übergangsstadien treten dann auf, wenn Wahrnehmungsfixpunkte verschwinden. Und wenn das geschieht, tretet ihr in eine Nullzone ein, in der eure alte Realität nicht länger existiert oder sich radikal verändert hat, während eure neue Realität sich noch nicht manifestiert hat.

Aufgrund der Tatsache, dass ihr euch jetzt in einer noch intensiveren Phase des Chaotischen Knotens befindet, möchten wir euch unsere Auffassung bezüglich dieser Übergangsstadien mitteilen, in der Hoffnung, dass ihr dieses Wissen zu eurem Vorteil anwenden werdet.

Zu diesem Zweck kann man Übergangsstadien in drei primäre Kategorien unterteilen:

1) persönliche Übergangsstadien

2) kollektive Übergangsstadien

3) der physische Tod

PERSÖNLICHE ÜBERGANGSSTADIEN

Wenden wir unsere Aufmerksamkeit erst den persönlichen Übergangsstadien zu, denn eure persönliche Wahrnehmung ist der Angelpunkt, um den die von euch wahrgenommene Realität kreist.

Eure Realitätswahrnehmung ist grundsätzlich eure persönliche Schöpfung. Sie wird von der kollektiven Wahrnehmung eurer Kultur, von Zeit, Ort und Lebensumständen beeinflusst, aber im Kern ist eure Wahrnehmung dessen, was real ist und was nicht, eine Schöpfung – eure eigene Schöpfung.

Wie ihr die Realität wahrnehmt, hängt bei den meisten Menschen von Wahrnehmungsgewohnheiten ab. Ihr seid daran gewöhnt, bestimmte Lebensrealitäten zu erfahren, und sie zeigen euch gewissermaßen, wo ihr euch gerade befindet. Ihr wacht morgens auf, schaut auf die Uhr, und die kollektive Wahrnehmung der Zeit steht euch sofort klar vor Augen. Es ist aber eure persönliche Entscheidung, ob ihr diese Illusion aufrechterhaltet oder nicht. Tatsächlich ist es ein Zeichen für spirituelle Meisterschaft, wenn jemand über die Fähigkeit verfügt, erfolgreich innerhalb der kulturellen Illusionen zu navigieren und gleichzeitig ihre Natur klar zu durchschauen.

Wenn sich in eurem persönlichen Leben eine Situation dramatisch verändert, neigen die Wahrnehmungsfixpunkte dazu, zu verschwinden oder sich umzuorganisieren.

Das möchten wir euch an einem Beispiel verdeutlichen. Wenn ihr seid vielen Jahren einen Beruf ausübt, habt ihr euer Leben an die Erfordernisse dieser Tätigkeit angepasst. Ihr esst zu bestimmten Zeiten. Ihr kommt zu einer bestimmten Zeit von der Arbeit nach Hause. Eure Interaktionen mit anderen Menschen sind von den Erfordernissen eures Berufs geprägt.

Wenn ihr nun unerwartet diesen Arbeitsplatz verliert, verschwinden diese Wahrnehmungsfixpunkte. Es besteht nun keine Notwendigkeit mehr, zu einer bestimmten Zeit aufzustehen, zu essen und nach Hause zu kommen, und die Menschen, mit denen ihr bislang den größten Teil eures Tages verbracht habt, sind plötzlich außer Reichweite.

Eine solche Situation bewirkt bei den meisten Menschen eine starke Desorientierung. Das liegt, wie gesagt, daran, dass die gewohnten Wahrnehmungsfixpunkte verschwunden sind.

Das gleiche Phänomen tritt auf, wenn in eurem persönlichen Leben eine radikale Veränderung eintritt. Wenn eine für euch wichtige Beziehung plötzlich endet, verschwinden die Wahrnehmungsfixpunkte dieser Beziehung, und ihr tretet in ein Übergangsstadium des Bewusstseins ein.

Wenn durch eine gesundheitliche Krise euer physisches Leben in einschneidender Weise verändert wird, verschwinden die entsprechenden Wahrnehmungsfixpunkte, was verwirrend sein kann. Auch dann gelangt ihr in ein solches Übergangsstadium des Bewusstseins.

Während nun die Intensität des Chaotischen Knotens zunimmt, werden immer mehr Menschen die Schockwellen erleben, die entstehen, wenn ihre alte Realität vor ihren Augen in sich zusammenbricht. Alte Gewissheiten gelten nicht länger. Das, was fester Boden unter den Füßen zu sein schien, trägt nicht mehr. Das meinen wir im übertragenen Sinne, aber auch ganz wörtlich.

Aus diesem Chaotischen Knoten geht noch eine andere Welle von Übergangsstadien hervor. Davon sind viele Menschen betroffen. Die Folgen werden sich im Bewusstsein ausbreiten wie ein Tsunami.

Dieses besondere Übergangsstadium hat etwas mit dem Einsturz der kollektiven Lügengebäude eurer Kultur zu tun. Immer mehr von euch werden das Spiel durchschauen, das sich hinter den Kulissen abspielt; zwar wird euch die Identität jener, die insgeheim die Fäden ziehen, vermutlich noch verborgen bleiben, aber ihr werdet immer deutlicher erkennen, dass viele Aspekte eurer Kultur auf Manipulation beruhen, dass man euch in vielen Fällen belügt und so eure Freiheit einschränkt.

Die Lüge, von der wir hier sprechen, ist nicht die ökonomische Lüge, die Kriegslüge oder die Lüge des religiösen Dogmas, sondern jene Lüge, die eure Identität betrifft – eine Lüge, die sicherstellen soll, dass ihr in eurem Gefängnis bleibt. Diese Lüge ist der Glaube und die kulturelle Annahme, dass ihr lediglich körperliche menschliche Wesen seid und dass es außerhalb eurer irdischen Erfahrung keine anderen Existenzbereiche gibt.

Wer diese Lüge durchschaut, tut damit einen großen Schritt in Richtung persönlicher Freiheit, was aber anfangs ziemlich verwirrend sein kann. Das liegt daran, dass multidimensionale Erfahrungen sich sehr stark von euren irdischen Alltagserfahrungen unterscheiden. Wenn ihr euch in einem unbehaglichen, verwirrenden Schwebezustand zwischen eurem irdischen und dem multidimensionalen Leben fühlt, habt ihr ein Übergangsstadium des Bewusstseins erreicht.

Wir geben diese Informationen an euch weiter, um euch praktische Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, mit deren Hilfe ihr Übergangsstudien des Bewusstseins besser bewältigen könnt.

Wenn ihr in einen machtvollen Übergangszustand eintretet, kann es sein, dass ihr, wie viele andere Menschen, in einem Gefühl der Überforderung und Desorientierung steckenbleibt. Viele Menschen reagieren zutiefst verstört, wenn sie feststellen, dass ihre bisherigen Wahrnehmungsfixpunkte verschwinden, ja sogar die gesamte Realität, die sie bisher für gegeben hielten.

Aufgrund der Tatsache, dass die Zeit sich beschleunigt – womit wir meinen, dass mehr Ereignisse in kürzerer Zeit stattfinden – könnt ihr es euch einfach nicht leisten, in einer Art Schreckstarre zu verharren oder euch Überforderungsgefühlen hinzugeben. Der entscheidende Punkt, auf den wir euch hinweisen möchten, ist folgender: Unabhängig von der Natur des Übergangszustandes, sei es, dass es sich um Veränderungen in eurem persönlichen Leben handelt oder dass ihr die Manipulationen erkennt und durchschaut, die in eurer Kultur im Gange sind – in jeden Fall seid ihr selbst die Schöpfer eurer Realität.

Natürlich habt ihr eure Geschichten, mit denen ihr euch erklärt, warum euer Leben plötzlich aus den Fugen gerät, aber das sind einfach nur Geschichten. Ihr könnt andere Personen, Situationen oder Institutionen für euer Problem verantwortlich machen, aber damit verlagert ihr die Verantwortung an die falsche Stelle. Es kann durchaus sein, dass eure Geschichten wahr sind und man tatsächlich anderen Personen, Situationen oder Institutionen Vorwürfe machen kann, doch wenn ihr in einen Übergangszustand des Bewusstseins eingetreten seid, befindet ihr euch im Zentrum eines machtvollen schöpferischen Prozesses. Wie es so schön heißt: Was geschehen ist, ist geschehen. Es lohnt sich nicht, Vergangenem nachzutrauern.

Die entscheidende Frage muss jetzt lauten: »Was werdet ihr in Zukunft tun?«

Werdet ihr in Schock, Desorientierung, Wut und Traurigkeit verharren? Oder werdet ihr eure Identität als Schöpfer eures eigenen Lebens bewusst akzeptieren?

Denjenigen unter euch, die es bevorzugen, in niederen Bewusstseinszuständen zu verharren, haben wir nichts zu sagen.

Unsere Botschaft wendet sich an jene, die mutig und kühn genug sind, ihre Identität als Schöpfer bereitwillig anzunehmen. Wenn ihr zu ihnen gehört, haben wir nun einige hilfreiche Vorschläge für euch:

Wenn alles verschwindet, womit wir die Wahrnehmungsfixpunkte eurer früheren Realität meinen, solltet ihr begreifen, dass ihr einen Punkt der Leere erreicht habt.

Ein solcher Punkt der Leere ist eine kritische Übergangsphase zwischen einer alten Realität und einer neuen. Das, was war, ist vorüber. Statt nun aber den Verlust zu betrauern, empfehlen wir euch, die Leere zu akzeptieren. Für viele Menschen stellt das eine große Herausforderung dar, weil man in dieser Übergangsphase der völligen Leere das Gefühl hat, nichts tun zu können. Ihr könnt nichts weiter tun, als passiv zu beobachten, was außen und in eurem Inneren geschieht, denn dies ist ein Niemandsland ohne Wahrnehmungsfixpunkte.

Wählt eure neuen Wahrnehmungsfixpunkte mit Bedacht aus, denn diese Ideen und Glaubensüberzeugungen werden zu den Sternen an eurem inneren geistigen Himmel, anhand derer ihr in diese neuen Zeiten hineinsteuern werdet. Euch also, die ihr wie wir das Große Geheimnis durchreist, raten wir, bei der Erschaffung eurer neuen Sterne klug vorzugehen!

KOLLEKTIVE ÜBERGANGSZUSTÄNDE DES BEWUSSTSEINS

Aus unserer Perspektive sieht es so aus, dass die Menschheit als Ganzes sich gegenwärtig häutet wie eine gewaltige kosmische Schlange. Sie windet sich und zuckt, um alten Ballast für immer abzustreifen. Manche dieser Zuckungen äußern sich in Form ökonomischer Verwerfungen. Andere sind politischer Natur. Auch kommt es zum Zusammenbruch und der Transformation einiger eurer kulturellen Institutionen. Und manche dieser Windungen und Zuckungen stehen im Zusammenhang mit Erdbeben und vulkanischer Aktivität oder mit außergewöhnlichen Wetterphänomenen.

Während die Häufigkeit natürlicher und menschengemachter Katastrophen zunimmt, erreichen immer mehr Menschen Übergangsstadien des Bewusstseins. Es ist offensichtlich, dass jene, die ein Erdbeben, einen Vulkanausbruch oder eine Unwetterkatstrophe am eigenen Leib erleben, am stärksten dazu neigen, in Übergangszustände einzutreten. Doch die Mitfühlenden unter euch empfinden das Leiden der Betroffenen so intensiv, als wären sie selbst physisch anwesend.

Je mehr sich der Schleier hebt, der die individuellen Bewusstseine der Menschen voneinander trennt, desto mehr von euch werden die Veränderungen, die auf der Welt derzeit stattfinden, geradezu körperlich mitempfinden und sich darin einfühlen können.

Nun möchten wir uns der Frage zuwenden, wie im Anschluss an natürliche oder menschengemachte Katastrophen für die betroffenen Menschen eine neue Realität erschaffen werden kann.

Wenn die Zerstörungen erheblich waren, existiert nach einer solchen Katastrophe möglicherweise kein einziger eurer früheren Wahrnehmungsfixpunkte mehr. Vielleicht habt ihr kein Dach über dem Kopf, euer Geschäft oder eure Arbeitsstelle ist zerstört. Möglicherweise sind Nahrung und Trinkwasser knapp. Jedenfalls können viele negative Faktoren zusammenkommen und euch in einen Zustand des Schocks und der Apathie versetzen.

Versteht uns bitte nicht falsch: Es ist bei Säugetieren völlig natürlich, auf Katastrophen mit Schock und Desorientiertheit zu reagieren. Ihr könnt eure aktuelle Situation nur transzendieren und transformieren, indem ihr aufwärts strebt, in die höheren Dimensionen eures Daseins, in die Bewusstseinsbereiche also, die jenseits von Zeit und Raum existieren.

In dem Maße, in dem es euch gelingt, die transzendenten Aspekte eures Seins zu integrieren, wächst eure Fähigkeit, Krisen und Katastrophen zu überstehen, ohne euch von Schock und Verwirrung, die damit einhergehen, überwältigen und handlungsunfähig machen zu lassen.

Das zentrale Element, auf das ihr inmitten des Chaos einer persönlichen oder gesellschaftlichen Krise oder Katastrophe euer Augenmerk richten solltet, ist das Portal der Chancen.

Diese Chancen für das Überleben und den Aufbau einer neuen Realität manifestieren sich oft in ganz unerwarteter Weise. Das Problem dabei ist, dass euer Bewusstsein infolge des Wegfalls der gewohnten Wahrnehmungsfixpunkte möglicherweise eine sich bietende neue Chance gar nicht erkennt.

Menschen besitzen eine tief verwurzelte Gewohnheit oder Neigung, neue Realitäten an vergangene, vertraute anzupassen. Das ist aber in solchen Situationen genau der falsche Weg.

Über die hyperdimensionalen Realitäten, die bei der Entscheidungsfindung nach chaotischen Ereignissen involviert sind, gäbe es viel zu sagen, aber wir möchten uns auf das beschränken, was für euch den größten praktischen Nutzen hat. Vielleicht werden wir euch bei anderer Gelegenheit an unseren philosophischen Gedanken zu eurer unendlichen Natur und euren unendlichen Möglichkeiten teilhaben lassen. Doch einstweilen wollen wir es dabei belassen, euch eine einfache Formel an die Hand zu geben, wie ihr Chancen für neues Leben erkennen und selbst erschaffen könnt.

Nehmen wir an, ihr befindet euch in einem Übergangsstadium des Bewusstseins und habt euch mit dem Punkt der Leere arrangiert, so dass ihr die große Unsicherheit eurer Situation einigermaßen gut ertragen könnt. Dann machen wir euch folgenden Vorschlag:

Seid neugierig und erwartet Wunder.

Wenn ihr euch in einen Zustand der Neugierde versetzt, aktiviert ihr damit einen Aspekt eures Bewusstseins, der sich frei bewegen kann, unbehindert von Erwartungen. Ihr versetzt euch in einen Bewusstseinszustand ähnlich dem eines Kindes – der aber alles andere als kindisch ist – und stimmt euch dadurch auf eine euch sehr wohltuende Schwingungsfrequenz ein.

Indem ihr Wunder erwartet, setzt ihr eure schöpferische Macht frei. In dem Maße, wie euch das gelingt, werdet ihr glückliche Fügungen und Zufälle und unverhoffte Geschenke erleben, die physischer, aber auch mentaler oder emotionaler Natur sein können.

Diese Kombination aus Neugierde darauf, was als Nächstes geschehen wird, gepaart mit der festen Erwartung von Wundern wird euch in kurzer Zeit aus der Phase der Leere in ein neues Leben, eine neue Schöpfung hinübertragen, unabhängig davon, was den Menschen in eurer Umgebung widerfährt.

Während kollektiver Übergangsstadien des Bewusstseins ist es hilfreich, euch immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass jeder Mensch sich seine eigene Realität erschafft und dass auch im Zuge chaotischer Ereignisse die Leute eine unterschiedliche Wahl treffen und dadurch unterschiedliche persönliche Realitäten manifestieren.

Lasst euch nicht durch jene von eurem Weg abbringen, die sich auf niedrige Schwingungsbereiche hinabbegeben. Ihr könnt diese Menschen nicht vor sich selbst retten. Blickt nach oben und lebt aufwärtsgewandt, mit großer Neugierde und in fester Erwartung kommender Wunder. Dann werden für euch selbst in schwierigsten Situationen Wunder geschehen.

DER PHYSISCHE TOD

Zu den schwierigsten Phasen für alle verkörperten Wesen zählt jenes Übergangsstadium des Bewusstseins, das ihr Tod nennt. Das liegt daran, dass dann alle Wahrnehmungsfixpunkte einschließlich der fünf Sinne verschwinden. Wenn sich ein Mensch ausschließlich mit seiner materiellen Existenz identifiziert, wird dieser Übergang für ihn extrem schwierig sein, weil das, womit er sich bisher identifiziert hat, nicht länger existiert.

Zwar existiert die physische Welt weiterhin, aber das Bewusstsein empfängt keinen Input der fünf Sinne mehr. Es ist, als wäre die Welt und mit ihr auch der Körper verschwunden. Das große Ich Bin, das zentrale Element des transzendenten Bewusstseins, empfängt keine Informationen aus dem Körper mehr, von den fünf Sinnen oder der äußeren Welt. Für jemanden, der die anderen Bereiche seiner Existenz noch nicht unmittelbar erfahren hat, kann das zutiefst verwirrend und verstörend sein.

Ihr seid, um eine Metapher zu benutzen, wie ein gewaltiger Baum, ein Baum des Lebens, mit vielen Zweigen und vielen, vielen Blättern und Blüten. Eure momentane physische Existenz ist lediglich eines dieser Blätter und eine dieser Blüten.

Wenn ein Mensch das Übergangsstadium durchläuft, das ihr Tod nennt, gibt es mehrere Optionen. Gehört ihr einer spirituellen Tradition an, deren zentrale Figur ein Guru, Avatar oder Erlöser ist, könnt ihr dem Pfad dieses Wesens zu den Schwingungsebenen seines Bewusstseins folgen. In manchen Religionen nennt man diesen Bereich den Himmel.

Folgt ihr dem spirituellen Pfad eines Gurus, Avatars oder Erlösers, solltet ihr euch bewusst sein, dass ihr damit in dessen jeweiligen Himmel gelangt, in seine Schwingungsfrequenz und damit notwendigerweise auch in den begrenzten Horizont seines Bewusstseins.

Aus unserer Perspektive ist das Universum unendlich, und damit beziehen wir uns nicht auf den äußeren Raum, sondern auf die interdimensionalen Realitäten eures Universums. So weit wir wissen, existiert kein Einzelwesen, das dies vollständig versteht und erfassen kann.

Wenn ihr euch nach dem Tod eurem Guru/Avatar/Erlöser anzuschließen wünscht, haben wir einige Empfehlungen für euch. Eine ist es, im Geist seinen Namen zu rufen. Das ist eine uralte Methode der Kontaktaufnahme, für die der ägyptische Ausdruck Ren steht, was »Name« bedeutet. Wenn ihr ein spirituelles Wesen herbeiruft, wird ein Aspekt dieses Wesens zu euch hingezogen.

Wenn euer Guru/Avatar/Erlöser in diesem Augenblick der Begegnung zu dem Schluss gelangt, dass ihr dies verdient, wird er euch in sein himmlisches Reich aufnehmen.

Für jene, die östlichen spirituellen Traditionen folgen, gibt es spezielle Mantras für bestimmte Gottheiten. Während des Sterbens oder im Reich des Todes mental diese Mantras zu chanten, hat den gleichen Effekt.

Jenen unter euch, die keiner einem Guru/Avatar/Erlöser folgenden spirituellen Tradition angehören, stehen in dem »Tod« genannten Übergangsstadium auch andere Möglichkeiten offen.

Wie bei den beiden anderen Übergangsstadien gibt es auch hier einen Punkt der Leere, und dessen vorherrschende Merkmale sind Stille (Schweigen) und Dunkelheit. In der Leere existieren alle Möglichkeiten, aber es gibt keine manifeste Wirklichkeit. Es ist wie mit einer Eichel. Der riesige Baum, die Eiche, existiert in der Eichel als Potenzial, hat sich aber noch nicht manifestiert.

Wenn ihr also in die Leere gelangt – was ihr daran erkennen werdet, dass ihr euch völlig allein in Dunkelheit und Stille befindet –, macht euch bewusst, dass ihr dort unmittelbar mit dem Zentrum eurer schöpferischen Kräfte verbunden seid.

Von dem, was ihr nun als Nächstes erschafft, hängt es ab, wie euer weiteres Schicksal verläuft und welche Welten oder Existenzebenen ihr bewohnen werdet. Das ist daher ein kritischer Augenblick.

Viele, die sich vor der Dunkelheit fürchten, reisen verfrüht ins Licht. Sie erkennen nicht, dass sie in ihrer Sehnsucht danach das Licht selbst erzeugen. Ein Portal öffnet sich vor ihnen, wie ein Tunnel. Dann können sie durch diesen Tunnel aus Licht reisen und treffen dort jene nahestehenden Menschen, die vor ihnen gegangen sind. Dadurch gleiten sie relativ schnell wieder in eine neue Verkörperung hinein oder gelangen in andere Schwingungsebenen der Existenz, ohne sich wirklich über die Konsequenzen im Klaren zu sein. Diese Option steht euch natürlich offen, und viele wählen das als ihren Weg.

Eine andere Option besteht jedoch darin, für eine Weile an dem Punkt der Leere zu bleiben, sich wirklich auf die Leere einzulassen. Dann erkennt ihr, dass ihr reines Bewusstsein seid – und als solches alle Phänomene transzendiert.

Wenn ihr lange genug in diesem Bewusstheitszustand bleibt, ohne das Bedürfnis, etwas zu erschaffen, werdet ihr eure Identität als das große Ich Bin erkennen. Und aus diesem Erkenntniszustand heraus könnt ihr die Umstände eurer Wiederverkörperung frei wählen. Ihr könnt wählen, welche Welten oder Bewusstseinsebenen ihr bewohnen werdet.

Diese zuletzt genannte Methode eröffnet euch die großartigsten Möglichkeiten, ist aber für die meisten Menschen auch die schwierigste. Das liegt daran, dass die meisten Menschen es sehr unangenehm finden, keinen Körper zu haben. Die Sehnsucht nach einem neuen Körper und den Sinneseindrücken der materiellen Welt veranlasst viele von euch, die Leere voreilig wieder zu verlassen.

Um es zusammenzufassen: Infolge der Intensivierung des Chaotischen Knotens werden viele von euch in Übergangsstadien des Bewusstseins hineingeraten. Ob es sich dabei nun um Stadien eures persönlichen Lebens, eurer kollektiven Erfahrung oder um den sogenannten Tod handelt, in jedem Fall solltet ihr wissen, dass ihr selbst die Schöpfer eurer Realität seid.

Die Hathoren

20. April 2011


Toms Gedanken und Beobachtungen

Ich persönlich finde, dass diese Botschaft verblüffend eloquent und eine wahre Fundgrube an Informationen ist. Ich habe sie schon mehrere Male gelesen und entdecke immer wieder etwas Neues. Und es lässt sich sehr viel zwischen den Zeilen lesen.

Besonders gefiel mir die folgende Aussage der Hathoren:

„Wählt eure neuen Wahrnehmungsfixpunkte mit Bedacht aus, denn diese Ideen und Glaubensüberzeugungen werden zu den Sternen an eurem inneren geistigen Himmel, anhand derer ihr in diese neuen Zeiten hineinsteuern werdet. Euch also, die ihr wie wir das Große Geheimnis durchreist, raten wir, bei der Erschaffung eurer neuen Sterne klug vorzugehen!“

Auf der Ebene unseres kollektiven Bewusstseins ändern sich, so scheint es mir, derzeit unsere mystischen Realitäten. Die alten Sterne, jene Gedanken, Überzeugungen und Grundannahmen über die Realität, die unsere Kultur über Jahrtausende geprägt haben, verblassen nun. Ohnehin haben sie uns in Richtungen geführt, denen viele von uns nicht länger folgen möchten.

Das kollektive Schiff unserer Kultur durchpflügt die Wasser des Großen Mysteriums, ohne der Heiligkeit dieses Planeten und des ihn bewohnenden Lebens viel Wertschätzung entgegenzubringen. Doch obwohl unser kollektives Schiff scheinbar so unbewusst durch das Große Mysterium navigiert, verdanken das Schiff und wir diesem Mysterium unsere Existenz. Diese sehr sonderbare Dualität erscheint mir entweder amüsant oder tragisch, je nachdem, in welcher Stimmung ich mich gerade befinde und wie gut oder gestört meine eigene Verbindung zu dem Mysterium momentan ist.

Zur Ironie unserer Situation gehört es, dass die Besatzung dieses Schiffs, jene, die es bedienen und auf Kurs halten – indem sie ihre Lebenskraft, Kreativität und in manchen Fällen Blut, Schweiß und Tränen investieren –, aus niemand anderem als uns selbst besteht, aus Ihnen und mir und den anderen fast sieben Milliarden Menschen auf diesem bemerkenswerten Planeten. Wir alle, wie auch immer unsere persönliche Situation, unsere Lebenserfahrungen und Glaubensüberzeugungen aussehen mögen, bilden die Besatzung dieses Schiffes.

In der New-Age-Gemeinde gibt es jene, die schon seit Jahren sagen, dass wir uns der Einheit nähern und das Goldene Zeitalter unmittelbar bevorsteht. Diese Auffassung teile ich nicht.

Wir sitzen alle im selben Boot, ob uns das gefällt oder nicht, doch habe ich den Eindruck, dass es in unserer Mannschaft sehr gegensätzliche Auffassungen gibt. Viele beharren auch weiterhin darauf, dass die Paradigmen von Gier, Arroganz und Usurpation die wahren Referenzpunkte für unsere Sextanten sind.

Immer mehr von uns spüren aber, dass wir uns auf falschem Kurs befinden – dass wir nicht länger diesen Planeten und sein Leben (das menschliche ebenso wie das nicht-menschliche) plündern und ausbeuten dürfen. Es gibt neue Sterne für uns am Himmel unseres Bewusstseins. Und wir richten unsere Sextanten jetzt bewusst auf diese kosmischen Leuchtfeuer aus.

Wie sich das alles weiterentwickeln wird, können wir nur vermuten. Aber ich schöpfe neuen Mut aus einer stillen Meuterei, die ich überall um mich herum sich ausbreiten sehe.

Viele von uns Besatzungsmitgliedern – und da Sie bis hierhin gelesen haben, hege ich den Verdacht, dass auch Sie zu diesen gehören – entfalten im Stillen Aktivtäten, um unseren kollektiven Wahn zu beenden, also unser Schiff zu wenden oder wenigstens seine Fahrt zu verlangsamen.

Manche von uns holen ihre Sextanten hervor und zeigen den anderen Menschen in ihrer Umgebung neue Sterne. Dies tun wir, indem wir selbst die Veränderung leben, die wir uns für die Welt wünschen. Wir tun es, indem wir entsprechend einer neuen Erd-Realität leben, von der wir spüren, dass sie realisierbar ist. Wir tun es, indem wir gütig und freundlich zueinander sind.

Und wenn nötig tun wir es, indem wir gegenüber anderen standhaft unsere Position behaupten. Ein Beispiel hierfür ist jene Graswurzelbewegung in einigen der ärmsten Ländern der Welt, die für den Erhalt nicht-hybriden Saatgutes eintritt – Saatgut, das bei der Ernte neue Samen hervorbringt und eine neue Aussaat ermöglicht –, statt sich den Interessen internationaler Konzerne zu beugen, die die Ärmsten der Armen dazu zwingen wollen, jedes Jahr neues Saatgut zu kaufen, um sich und ihre Familien ernähren zu können.

Während ich diese Zeilen schreibe, rührt mich der Mut fast zu Tränen, mit dem sie sich den Titanen entgegenstellen, die, irregeleitet durch Gier, Arroganz und eine völlige Missachtung der Heiligkeit des Lebens, den verhängnisvollen Kurs unseres kollektiven Schiffes beibehalten wollen.

So schwierig und herausfordernd diese Zeiten für uns als Einzelne und für unser Kollektiv auch sein mögen, glaube ich doch, dass die Ungewissheit, der wir uns gegenübersehen, Grund für neue Hoffnung sein kann. Ich sage das, weil der menschliche Geist sich manchmal gerade in solchen Zeiten zu großen Höhen aufschwingt.

Wenn die Hathoren recht haben, werden wir alle zahlreiche Übergangsstadien des Bewusstseins durchleben, ehe unsere Zeit auf Erden endet. Die Wahrnehmungsfixpunkte unserer alten Realität werden gegenwärtig durch andere ersetzt. Davon, wie wir auf den Verlust unserer bisher als gültig empfundenen Realität und unserer alten Welt reagieren, hängt ab, wie der nächste Zyklus der irdischen Existenz für die Menschheit aussehen wird.

Und welche neuen Horizonte des Bewusstseins sich für uns als Einzelne eröffnen, hängt davon ab, was wir in den Übergangsstadien unseres individuellen Lebens als Realität erschaffen.

Ich wünsche Ihnen, meinen Kolleginnen und Kollegen der Schiffsmannschaft und Ihren Lieben in diesen turbulenten Zeiten eine gute und sichere Fahrt. Aber was auch geschieht und was uns auf unserer an Gefahren reichen Reise begegnen mag – vergessen wir niemals, dass wir vor allem anderen Schöpfer unserer eigenen Realität sind!

Es gibt neue Sterne am Himmel und neue Welten zu entdecken. Seien Sie wagemutig. Ich wünsche Ihnen eine gute Reise.

Aus dem Amerikanischen von Thomas Görden
Copyright der Übersetzung: AMRA Verlag, Hanau, Germany

Diese und alle vorangegangen Planetenbotschaften der Hathoren aus den Jahren 2010 und 2011 finden Sie auf www.amraverlag.de/HathorenNews.htm.

Die kompletten Planetenbotschaften aus den Jahren 2003 bis 2009 enthält das Buch »AUFBRUCH INS HÖHERE BEWUSSTSEIN. WIE WIR DIE HERAUSFORDERUNGEN UNSERER ZEIT MEISTERN« von Tom Kenyon, 256 Seiten, davon 16 Seiten Hathor-Fotostrecke in Farbe, mit CD zur Aktivierung der Zirbeldrüse, gebunden, oranges Leseband, € 19,95. Überall erhältlich, auch auf www.AmraVerlag.de!

ÜBERGANGSSTADIEN DES BEWUSSTSEINS Botschaft der Hathoren vom 20. April 2011, durchgegeben von Tom Kenyon – bitte weiterleiten!