Tom Kenyon
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Gesang der Vier Elemente

Tom Kenyon, M.A., veröffentlicht 2010

Zuerst einmal möchte ich hier eine kleine Fehlinformation ansprechen. Entgegen den Darstellungen einiger Personen sind die Klänge / Worte des Songs „Chants of the four elements“ (Gesang der vier Elemente) nicht Alt-ägyptischen Urprungs.

Die Hathoren gaben mir diesen Gesang vor einigen Jahren während eines meditativen Zustandes. Sie sagten mir, dass diese Klänge/Worte die höchstmögliche Annährung an die Klänge seien, die sie verwenden, um die Vier Elemente zu würdigen. Die eigentlichen Klänge sind komplexe Wellenformen, die nicht so einfach durch die menschlichen Stimme artikuliert werden können.

Das Verwenden dieser Klänge/Worte für die Vier Elemente scheint einem altertümlichen Verständnis in Bezug auf die Bewusstheit von Materie und einem sehr esoterischen Glauben zu ähneln, dass unter bestimmten Bedingungen die Vier Elemente auf menschliches Bewusstsein antworten können und werden.

Für uns in der modernen Zeit mögen solche Ideen fremd und fehlgeleitet scheinen. Immerhin hat die Wissenschaft der Chemie die atomare Struktur klar katalogisiert, die für die Elemente verantwortlich sind. Und dieses höchst praktische Wissen wird klar durch die Periodentabelle der Elemente reflektiert.

Aus dieser chemischen Sicht der Materie sind alle Elemente im bekannten Universum aus winzig kleinen atomarem und molekularem Spielzeug zusammengesetzt, die manipuliert oder verändert werden können. In der Tat basiert einiges unserer modernen Technologie auf dem technischen Wissen, wie man diese winzigen Bausteine der Materie durch Willen manipuliert.

Für die meisten Wissenschaftler stellt sich die Frage nach Bewusstsein nicht auf dieser winzigen Stufe der Schöpfung (z.B. des atomaren und molekularen Substrates, das für die Elemente selbst verantwortlich ist). Wenn man diese Frage tatsächlich den meisten Chemikern stellen würde, würde man alleine dafür ausgelacht, dass man eine solche absurde Frage e nur in Betracht zieht.

Jedoch ist ohne Zweifel jeder, der in das alte Griechenland oder esoterische Philosophien (inkl. Europäischer Alchemie) hineingeschnuppert hat, über das Konzept der Vier Elemente (Erde, Luft, Feuer und Wasser) gestolpert. Vielleicht kam die primitive Sicht der Vier Elemente ins Leben als Menschen versuchten, die Welt zu verstehen in der sie lebten, ohne Unterstützung der Fähigkeit, die verborgene Struktur der Materie zu „sehen“ (z.b. die subatomaren, atomaren und molekularen Bausteine, die tatsächlich die Elemente um sich gruppieren). Und/oder vielleicht waren sie inspiriert auf Weisen, die wir nicht ganz würdigen und wertschätzen können, da wir uns von unseren frühen Ahnen so weit entfernt haben.

Vor dem Aufstieg des Monotheismus, während der Blütezeit des Paganismus, gab es eine Plethora von Göttern und Göttinnen, Halbgöttern und Erdgeistern mit denen Menschen interagierten. Und in dieser tief mythischen und archetypischen Welt konnte man mit den Vier Elementen von Erde, Feuer, Luft und Wasser direkt kommunizieren. Der Zweck der Kommunion zwischen Mensch und einem elementaren Wesen waren sehr unterschiedlich, und beinhalteten offensichtlich solche Dinge wie Reinigung und Verfeinerung, Heilung von Krankheiten, Ermächtigungen und Einweihungen, und in einigen Fällen Prophetische Gaben.

In der Essener Tradition, deren Wurzeln sowohl pagan als monotheistisch waren, wurden die Vier Elemente manchmal als Engel gesehen. Und mit diesen engelhaften -Elementalen zu interagieren wurde als ein Weg gesehen, temporär in höhere Bewusstseinszustände aufzusteigen.

Ich habe persönlich festgestellt, dass, zumindest für mich, das Luftelement gut für speziell diese Arten von Dingen (Transformation von Bewusstsein) ist. Durch einen Sturm zu spazieren kann aufheiternd, erleuchtend und sogar heilend sein, wenn man in der rechten Stimmung und Zustand ist. Als ich für eine Weile an den Outer Banks von North Carolina lebte, entdeckte ich, dass Stürme, starke Winde und sogar schwache Hurrikane große Bewusstseinstransformatoren sind. (bitte beachtet hier dass ich in keinster Weise auch nicht für einen einzigen Moment vorschlage, dass ihr während eines Sturmes, oder, gottbewahre, während eines schwachen Hurrikans spazieren geht! Diese Erkundung der Elementalen Welt ist nichts für schwache Nerven und sicher nicht angetan für unsere überbehütete Kindergartenzustand wo jeder Versuch in die Wildheit des Seins zu treten als suspekt angesehen wird.)

Aber ich schweife ab durch mein Herumreiten auf dem, was mich am meisten auf die Palme bringt – das Gefangenhalten der menschlichen Seele durch die Seelenlosen, die in der post-modernen Ära ihre Anzahl zu steigern scheinen. Meine kleine ironische Bemerkung beiseitelegend, lasst uns ein wenig mehr den historischen Hintergrund der vier Elemente erkunden.

Das archetypische Verständnis der Vier Elemente ist kaum abgrenzbar von der pre-monotheistischen westlichen mystischen oder philosophischen Tradition. Es zeigt sich im indigenen Schamanismus durch die Welt hindurch, und viele dieser schamanischen Traditionen gehen dem Christentum und Judentum zeitlich voraus.

Im alten Indien wurde der spirituelle Gebrauch des Feuerelementes eine höchst ritualisierte Kunstform. Die Wurzeln für das Hindu Feuerpuja zeugen unzweifelhaft von Zeiten der frühesten Anfänge der Gesellschaft. Bis heute leiten Yogis und Yoginis heilige Feuerzeremonien, oder Yagnas, um innere Beschränkungen ihrer Erleuchtung durch die Vereinigung mit dem Feuerlement (oder Agni) selbst zu transformieren. Und diese heiligen Feuer werden oft als Gabe an Gottheiten, für spirituelle Reinigung, Initiationen, Heilungen, und, unter bestimmten Bedingungen, auch zur Vorhersage verwendet.

Der Buddhismus verwendet ebenso Feuer in vielen seiner Ritualen. Einige Buddhistischen Sekten nutzen das Feuerelement mehr als andere, und in diesem Zusammenhang vielleicht am bekanntesten sind die tibetischen Buddhisten, die das Feuerelement extensiv während Pujas, Einweihungen und ebenso vielen Arten von Gebeten verwenden. Ich werde mich immer an das spezielle Aroma erinnern, dass die Yak-Butterlampen in den Tempeln von Tibet verbreiten, den warmen Glanz einer immerwährenden Präsenz.

Wenn wir uns von den Indischen und Asiatischen Yogis zur westlich-mystischen Tradition bewegen, erleben wir ein faszinierendes Stück Geschichte. Gemäß einiger Richtungen reichen die westlichen Wurzeln der Vier Elemente als philosophischem Konzept zurück in Babylonische Zeiten zu einem ihrer primären Texte, der – Enuma Elis – einem Schriftstück geschrieben auf Kreidetafeln die Forscher auf das 16. – 18. Jhd. v. Chr. datierten. Die Enuma Elis beschreibt vier kosmische Elemente, die Erde, die See, den Himmel und den Wind, die – wenn diese Schulen richtig liegen, sich über die Zeiten hinweg in die vier Elemente verwandelten (Erde, Feuer, Wasser und Luft)

~Anmerkung:~

Beachtet: Obwohl es nicht von herausragender Bedeutung für unsere Diskussion über die Vier Elemente ist, dachte ich mir, dass einige Leser ein Schlüsselelement in der Enuma Elis interessant finden könnten. Der Text nennt Marduk als einen der Hauptgötter unter allen Mesopotamischen Gottheiten, und behauptet, dass die Menschheit zum Dienst an den Göttern erschaffen wurde. Ich persönlich finde dieses Stückchen Information von großem Interesse, da viele Gelehrte die Wurzeln der Babylonier zu den frühen Sumerern zurückführen. Wie die Babylonier haben die Sumerer ihre Geschichte und Mythologien auf Kreidetafeln festgehalten, viele davon haben erstaunlicherweise bis heute überlebt. Auf den Sumerischen Tafeln ist eine ungewöhnliche Begegnung aus frühgeschichtlicher Zeit überliefert, die die Quelle des babylonischen Glaubens zu sein scheint, die Menschheit sei von den Göttern (Aliens) geschaffen, um ihnen als Sklavenrasse zu dienen. Ich werde dies nicht weiter ausführen doch weise all jene, die Interesse daran haben, diese Texte im Hinblick auf Aliens im Altertum zu durchforsten, auf die faszinierenden Schriften von Zechariah Sitchin hin.

Zurück zum Thema

Als die Hathoren mir ihre Ansicht der Vier Elemente übermittelten, erkannte ich sofort eine Ähnlichkeit zwischen ihrer Sicht und der Sicht verschiedenster alter spiritueller Traditionen. Aber ihre Methode in die Kommunion mit den vier Elementen einzutreten war überraschend und unerwartet. Als Pragmatiker habe ich mir zum Ziel gesetzt, zu beobachten, ob das, was sie vorhersagen, auch wirklich eintritt, wenn ich über die vier Elemente so meditiere, wie sie es vorschlagen. Und nachdem ich dies zu verschiedenen Zeiten und in vielen verschiedenen Situationen anwendete, kann ich aufrichtig sagen, dass ihre Methode auf profunde Art funktioniert.

Der Gesang der vier Elemente, eine Hathorianische Perspektive

Die Hathoren, die mir ursprünglich diese Information übermittelten, sagen, dass jedes der vier Elemente bewusstes Gewahrsein hat, wenn auch ziemlich verschieden von deren Qualität der Menschen. Es ist ihrer Ansicht nach möglich, in eine energetische Kommunion mit jedem dieser Elemente einzutreten und dabei ein Portal zu anderen Welten des Bewusstseins zu öffnen. Und dies ist tatsächlich eine der Absichten dieses Gesanges.

Wie ich bereits früher erwähnte, ist jeder dieser Klänge / Wörter für die Vier Elemente eine Annährung an das, was tatsächlicherweise eine komplexe Wellenform ist. Diese Wellenformen können nicht so leicht durch die menschliche Stimme reproduziert werden, da sie fortlaufende Töne sind. Der Klang/das Wort des Erdelements ist EL, Feuer ist KA, und Wasser ist LEEM. Aus Sicht der Hathoren sind Luft und Raum in einem Element zusammengefasst, und es wird durch den Klang OM angedeutet.

Aus ihrer Sicht antworten die vier Elemente auf menschliche Gefühle, speziell auf jene die wir Wertschätzung oder Dankbarkeit nennen.

Wenn ihr Eure Gefühle auf Dankbarkeit oder Wertschätzung den Elementen gegenüber während des Singens ausrichtet, öffnet ihr eine energetische Linie nichtverbaler Kommunikation zwischen Euch und den Elementen. Es ist (zumindest) eine Verstandesüberschreitende Erfahrung, und je länger ihr euch diesem Gesang mit Gefühlen von Wertschätzung und Dankbarkeit widmet, desto stärker werden die Effekte.

Es gibt zwei Phasen des Gesanges. Die äußere Phase (in der ihr die Wertschätzung oder Aufmerksamkeit auf die äußeren Elemente der Welt außerhalb von euch lenkt) und die innere Phase, in welcher ihr die Wertschätzung und Aufmerksamkeit auf die inneren Elemente Eures Körpers lenkt.

Das Konzept der äußeren Elemente versus innere Elemente mag für einige ein wenig obskur klingen. Um es also klarzustellen… die äußeren Elemente beziehen sich auf alle Elemente außerhalb Eures Körpers – das Erdelement ist die Erde selbst. Das Feuerelement ist die Sonne oder jegliche Form von Wärme/Hitzequelle außerhalb eures Körpers. Das Wasserelement ist jeglicher Körper aus Wasser, oder Wasserform außerhalb eures Körpers. Und das Luftelement ist der Raum und die Luft die euch umgibt.

Wenn ihr euch daher darauf einstellt, Wertschätzung zu den äußeren Vier Elementen zu senden, könnt ihr auch Wertschätzung/Dankbarkeit zur Erde mit dem Klang EL senden. Wenn ihr den Klang KA hört, könnt ihr Wertschätzung/Dankbarkeit zur Sonne senden (auch wenn ihr sie nicht sehen könnt), oder jeglicher anderen Form von Feuer oder Hitze wie z.B. einer Kerze, oder auch einem warmen Heizkörper. Wenn ihr den Klang LEEM hört, könntet ihr wählen, Eure Wertschätzung/Dankbarkeit zu den Meeren, Flüssen oder Bächen zu lenken, oder vielleicht auch die Wolken (denn sie sind aus Wasserdampf), oder auch ein Glas Wasser, das in der Nähe steht. Wenn ihr schließlich den Klang OM hört, könntet ihr euch aussuchen, Eure Wertschätzung/Dankbarkeit auf die Luft um euch herum und das Gefühl des Raumes um Euren Körper zu wechseln.

Die nächste Phase im Gesang gilt den inneren Elementen. Und wie mit den äußeren Elementen habt ihr einen großen Spielraum, damit zu arbeiten.

Wenn ihr den Klang EL hört, könnt ihr die Wertschätzung/Dankbarkeit auf Eure Knochen lenken (den dichtesten Teil Eures Körpers).

Wenn ihr den Klang KA hört, könntet ihr die Wertschätzung/Dankbarkeit auf den Solar Plexus lenken, zum ätherischen Feuer in Euch, dass die Yogis Bhuta Agni nennen, oder ihr könntet es vorziehen, Eure Wertschätzung/Dankbarkeit auf das Verdauungsfeuer zu lenken, das die Yogis Jathara Agni nennen, denn Verdauung ist de facto, ein langsam brennendes Feuer (Oxidation), das Nährstoffe und Energie freisetzt. Wenn ihr eine feine Aufmerksamkeit habt, könntet ihr Euch aussuchen, Wertschätzung/Dankbarkeit auf die Mitochondrien im Nukleus der Zellen zu senden, die Euren Körper formen (mit der Ausnahme von roten Blutzellen, die keinen Zellkern haben). Die Mitochondrien sind die Kraftgeneratoren der Zellen und sie produzieren ebenfalls eine Art Feuer.

Wenn ihr den Klang LEEM hört, könntet ihr euch entschließen, Wertschätzung/Dankbarkeit auf das Wasserelement Eures Körpers zu lenken, wie z.b. Euer Blut oder Lymphe.

Und wenn der Klang OM schließlich erklingt, könnte es Eure Wahl sein, Wertschätzung/Dankbarkeit zum Luftelement in Eurem Körper zu senden, wie der Luft in Euren Lungen. Und wenn ihr Wertschätzung/Dankbarkeit zum Raumelement in Euch schickt, könnt ihr versuchen, Eure Wertschätzung/Dankbarkeit in den Raum zwischen Euren Organen zu senden. Oder wenn ihr eine sehr subtile Wahrnehmung habt, könnt ihr Wertschätzung/Dankbarkeit in den Raum zwischen den Atomen Eures Körpers senden !

Es fiel mir auf, dass, wenn ich mich auf diesen Gesang in dieser Weise (also zwischen äußeren und inneren Elementen zu wechseln) für einige Minuten einlasse, die Grenzen zwischen meiner inneren und äußeren Welt fließend werden. Interessanterweise ist dieses Fließen der persönlichen Grenzen eine der Charakteristiken verschiedenster mystischer Stadien des Körper und Geistes. Andere Personen, die auf diese Weise mit dem Gesang gearbeitet haben, haben über ähnliche Erfahrungen berichtet.

Um den Gesang auf die Weise, wie sie mir gegeben wurde zu nutzen, sendet das Gefühl von Wertschätzung oder Dankbarkeit zuerst auf die äußeren Elemente und dann auf die inneren Elemente, aus denen sich der Körper zusammensetzt. Und dann lenkt Eure Aufmerksamkeit zurück zu den äußeren Elementen, dann zurück auf die inneren – und so weiter. Jeder Zyklus des Gesangs wird dazu verwendet, Wertschätzung/Dankbarkeit entweder zu den äußeren oder den inneren Elementen zu senden.

Wenn ihr damit fortfahrt, Eure Emotionen auf diese Weise zu lenken, etabliert sich eine innere Brücke von Bewusstheit, die die Wahrnehmung auf tiefgehende Art verändern kann und euch gestattet, mit den subtileren Aspekten der Elemente in Kommunion zu treten.

Ich hoffe, dass Euch diese kurze Beschreibung des Prozesses nützt, wenn ihr die Kraft und Potenziale dieses Klanges erforscht. Zusammenfassend glaube ich, dass es die Vereinigung EURER Wertschätzung (oder Dankbarkeit) mit EURER Wahrnehmung (oder Kontemplation) eines der vorhandenen Elemente (Feuer Erde Wasser oder Luft) ist, die die Portale zwischen Euch und den Elementaren Welten des Seins öffnet. Anders gesagt, der Gesang selbst ist nur ein Mittel um das Gewahrsein zu triggern, dass es Zeit ist, Eure Aufmerksamkeit auf ein anderes Element zu bewegen.

Kommunion mit den Elementaren Welten des Seins kann grundlegend Euren Zustand von Körper und Geist verändern. Und es kann Tore öffnen zu bemerkenswerten Gebieten des Wissens.

Hier ist ein Klangbeispiel des Gesanges von meiner CD Ascension Codes:

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